Keine Heizkosten?!

Null Euro Heizkosten? Möglich? Ja!! Wie und wo, darüber schreibe ich in den nächsten Wochen! Bleiben Sie „am Ball“! 😉

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Baunebenkosten

Das Thema Baunebenkosten ist finanziell gesehen eines der 3 wichtigsten, wenn man an die Hausplanung geht. Es gibt immer 3 große Kostenblöcke. Das ist zum einen das Grundstück mit seinen Erwerbskosten, dann das Haus und als Drittes die Baunebenkosten. Leider findet man zu diesem Thema im Internet wenige Informationen und wenn dann auch sehr ungenügende. Im Verkaufsgespräch berichten mir Kunden immer wieder, dass sie woanders darüber nicht vollends und umfassend aufgeklärt wurden. Zumeist ist die genannte Summe dann auch viel zu niedrig angesetzt.
Sicher, es ist schwer ein Grundstück vom Schreibtisch aus ungesehen einzuschätzen, wenn es z. B. um die Tiefbauarbeiten geht. Dennoch ist es möglich keine Kosten zu vergessen, egal wie hoch sie nachher auch ausfallen. Wer hier nicht alles mit einbezieht will es entweder nicht oder besitzt nicht ausreichend Kenntnis darüber.

Doch was gehört zu den Baunebenkosten? Ich liste einmal die einzelnen Posten dazu auf, bei einem Beispielhaus von ca. 100qm Grundfläche und ohne Keller.

  1. Hausanschlüsse (Gas, Wasser, Abwasser, Strom und Medien)
  2. Vermesserkosten
  3. Genehmigungsgebühren
  4. Tiefbauarbeiten (Bodenarbeiten)
  5. Aussenanlagen (Terrasse, Garage,Carport, Zuwegung, Geländeabfangungen, Zäune, Garten)
  6. Sonstige Kosten (Bauüberwachung etc.)

Insgesamt kann man für die vorgenannten Positionen (im Schnitt) mind. 70.000 Euro ansetzen.

Wer Ihnen weniger verspricht geht fahrlässig und auf Ihre Kosten vor. In Hanglagen und mit Keller werden die vorgenannten Kosten sogar noch um einiges höher ausfallen. Idealweise sollte man vor einem Hausvertragsabschluss die Baunebenkosten und vor allem die Tiefbauarbeiten kostenmäßig so ermitteln, dass es keine größeren Überraschungen mehr geben kann. Seriöse Bauunternehmen und Hausbaupartner bieten dieses auch, also Option, vor einem Vertragsabschluss an. Ein Bodengutachten sollte dann inklusive sein.
Fragen Sie nach!

Für Fragen dazu stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung!

Massivbauweise, Fertighaus und…oder anderes?

Auch hierzu werde ich des öfteren gefragt. So pauschal ist das nicht zu beantworten. Zudem erwartet jeder von mir, dass ich pro massiv und contra Fertigbauweise spreche. Ich habe selber schon ein paar Jahre in einem Haus in Holzrahmenbauweise gelebt und kann nichts Schlechtes darüber sagen. Allerdings hatte es Deckenhöhen bis in die Dachspitze und zudem ein Grasdach, was beides wiederrum zu einem besseren Raumklima, speziell durch das Dach durch die Temperaturabdämpfung, führt. Preislich €žtun sich hochwertige massive Häuser und gute Fertighäuser kaum etwas. Hier und da gibt es Gutes, sehr Gutes und weniger Gutes. Den größten Unterschied stellt man fest, wenn man ein gebrauchtes Haus verkaufen möchte. Für vergleichbare, massiv gebaute Häuser sind die Interessenten bereit mehr zu zahlen, so jedenfalls meine frühere Erfahrung als Immobilienkaufmann bei der LBS. Es fühlt sich scheinbar werthaltiger an. Ein anderer Unterschied ist das Raumklima und die Fassade. Das Raumklima ist bei der Massivbauweise aus meiner Architektensicht ausgeglichener, weil die Wände halt Wärme speichern, aufnehmen und wieder abgeben können, wie auch einen gewissen Anteil an Raumfeuchte. Bei der Fassade liegt der Unterschiede beim Außenputz beim Fertighaus und das Verblendmauerwerk beim massiven Haus. Verblendmauerwerk ist pflegeleichter, braucht nie gestrichen zu werden und behält immer das gleiche Aussehen. An einem Verblendmauerwerk kann eigentlich nichts abplatzen und auch Verunreinigungen sind sehr viel schwerer zu sehen. Ein weiterer Nachteil des Fertighauses kann entstehen, wenn Wasser „im Spiel“ ist. Wasserschäden „verzeiht“ ein Haus aus Holz nur schwer. Auch im Brandfall bleibt davon auch wenig übrig. Was den Schallschutz betrifft, so hat die Massivbauweise deutliche Vorteile. Ist ja auch logisch, weil alles massiver, besonders die Decken.
Alles in allem liegt ein Fertighaus immer hinter einem Massivhaus, u.a auch in der Lebensdauer (siehe auch: ratgeber_bauen).
Und was ist mit der Massivbauweise ?
Von massiv gebauten Häusern mit Wärme-Dämm-Verbund-Bauweise rate ich ab. (siehe auch: Wärmedämmverbundsystem ) Ob der Putz darauf 10 Jahre oder mehr hält garantieren die wenigsten. Fällt einmal ein Fahrrad um und mit dem Lenker dagegen, ist ein Loch in der Fassade durchaus möglich. Ich selber habe noch nie eine solche Fassade nach Jahren in 1a Verfassung gesehen. Bei einer Renovierung der Wärmeämmverbundfassade fallen zudem sehr hohe Entsorgungskosten an. Wenn jemand eine Putzfassade aber so sehr mag, ist es wesentlich ratsamer, bei einem zweischaligem Aussenmauerwerk zu bleiben und die äußere Fassade mit einer zusätzliche massiven und verputzen Aussenschale zu versehen, z.B, aus Gasbeton. Eine massiver einschaliger Wandaufbau ist auch nicht zu empfehlen (siehe Beitrag zweischalige oder einschalige Wände  ).
Fazit: Fertighaus oder Massivhaus ? Man sollte sich viel Zeit nehmen um das Für und Wider abzuwägen.

Hier noch ein Bilderlink zum Thema „Mängel beim Wärmedämmverbundsystem

Sicherer Hausvergleich

In der Regel sind die Bauherren keine Baufachleute. Umso wichtiger ist es da, denn es geht ja um viel Geld, sich kompetent und möglichst unabhängig beraten zu lassen. Liegt erst einmal ein Haus-Angebot auf dem Tisch, stellt sich die Frage, wie gut und sicher es ist. Hier helfen zum Beispiel sehr gut die Verbraucherzentralen, um in keine Kosten- und Vertragsfallen zu „laufen“. Die Investition für eine Angebots- und Vertragsprüfung ist IMMER gut angelegt. In unserer Region sind es die Verbraucherzentralen von Baden Württemberg und Rheinland Pfalz, die den Bauherren weiter helfen können (Leider bietet Hessen keine solche Bauberatung an.)
Im Grunde ist man fahrlässig, wenn man ein solches Angebot nicht bereit ist anzunehmen.
Hier ein paar nützliche Links dazu: