Ein teures Haus kann das günstigere sein – ein Preisvergleich

Hin und wieder entscheidet sich mal ein Kunde nicht für das ein oder andere Bauunternehmen, weil es ihm zu teuer erscheint. Doch was ist genau damit gemeint? In erster Linie steht die Summe unter der Gesamtleistung. Dieses kann schon mal bei anscheinend gleichem Haus um bis zu 50.000 Euro abweichen. 50.000 sind eine stolze Summe. Bricht man sie einmal finanzierungstechnisch herunter, so wären das ca. 190 Euro im Monat und das ca. 25 Jahre lang. Nun kann so ein Haus, das 50tsd, mehr kostet, aber auch, dank besserer energetischer Bauweise mehr Energie sparen. Der Unterschied zwischen einem KfW55- und einem KfW40- Haus sind da mal schnell
500 Euro im Jahr oder wieder umgerechnet 40 Euro monatlich.
Nun kommen dann noch einmal mehr Tilgungszuschüsse der KFW hinzu. Das sind noch einmal 5000 Euro mehr beim Kfw40-Haus, sprich ca. 20 Euro im Monat. Die Differenz der vergleichbaren Häuser sinkt also auf monatlich 130 Euro.
Jetzt kommt hinzu, dass beim moderneren Haus zumeist oft auf Selbstversorgung durch Strom gesetzt wird (PV-Anlage). Allein die bringt schon einmal auf Dauer ca. 30 Euro mtl. an Einsparung und macht in Zukunft unabhängiger gegenüber Energiekostenerhöhungen. Diese Steigerungen sind natürlich schwer zu prognostizieren, aber können die nun verbliebenen 100 Euro stark minimieren.
Zum Schluss muss aber auch noch gesagt werden, dass selbst wenn das eine Angebot viel günstiger als das andere erschien, doch nicht selten Kosten im günstigeren Angebot fehlen, die beim anderen schon enthalten sind und auf jeden Fall auf die Bauherren zukommen. Hier kann man durchaus sagen, dass ca. 20% der Preisdifferenz allein für noch nicht genannte Kosten beim günstigeren Angebot einzukalkulieren bzw. dazuzurechnen sind. 20% wären bei 50000 Euro gute 10000 Euro, also umgerechnet monatlich ca. 40 Euro! Bedenkt man dieses alles, so schrumpfen die vermeintlichen 190 Euro monatlicher Differenz auf – nur noch 60 Euro.
Wer dann noch sagt „Es sind 50000 Euro Unterschied“, der sollte vorher einmal ganz genau anfangen zu rechnen…
Kostenmäßig unberücksichtigt wurden bei dieser Berechnung, dass beim „günstigeren“ Haus natürlich auch mehr Folgekosten anfallen (Reparaturen, Hausanstriche, etc.) und zudem die steigenden Energiekosten sich hier auch stärker auswirken. Nimmt man bei den Folgekosten alleine einen Anstrich, der alle 7 Jahre zu erfolgen hat und ca. 7000 Euro kostet, so sind das 7000/7/12Monat= 83 Euro im Monat, die man vorhalten müsste. Bei einem Haus mit Klinkerfassade ist das nicht nötig. Das vermeintlich „teuerer“ Haus wird nun plötzlich zum günstigeren mit dem sehr viel höheren Wiederverkaufswert!

PS: Und mal ehrlich…wie viel zahlen Sie monatlich für Ihr Handy??

Achja…zum guten Schluss bleibt dann auch ein Haus, das bei einem Wiederverkauf sicher zwischen 10- und 20% an Mehrwert ausmachen wird, was zu Rentenbeginn, wenn man sich „verkleinern“ will, wiederum locker 30-60.000 Euro sein können und werden. Wo also bleibt da der vermeintlich günstigere Preis?